Über uns

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Über uns

Alabaster Jar e.V. wurde 2006 von der Neuseeländerin Patricia Green gegründet. Patricia war eine Pionierin im Kampf gegen Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung. Sie lebte und arbeitete lange in Thailand, wo sie einen ähnlichen Dienst ins Leben rief. Im März 2015 verstarb Patricia in ihrer Heimat Neuseeland.

 

Einige der Frauen, die im Neuen Testament vorkommen, waren Prostituierte. Eine von ihnen gab alles, was sie hatte, und kaufte kostbares Öl, um damit die Füße von Jesus zu salben. In dieser Geschichte aus dem Lukasevangelium 7:36-50 findet sich der Ursprung für den Namen Alabaster Jar (zu Deutsch: ein Alabasterkrug).

Unser Leitbild

  • Wir glauben, dass Gott jeden Menschen einzigartig geschaffen hat und liebt. Seine Liebe ist bedingungslos und steht jedem zu.
  • Die Würde des Menschen ist unter allen Umständen zu achten. Zwangsprostitution degradiert die Frau zu Ware. Unser Anliegen ist es deshalb, dass die Frauen ihre Würde und Selbstwertgefühl zurückerlangen.
  • Viele der Frauen, denen wir begegnen, fühlen sich gefangen in der Prostitution. Sie sehen keinen Ausweg aus ihrer Situation. Wir wollen ihnen helfen, eine neue Perspektive für ihr Leben zu finden, um dadurch neue Hoffnung zu erlangen

Unsere Arbeit

  • Wir machen aufsuchende Arbeit und besuchen die Frauen auf der Straße, wo sie arbeiten.
  • Unser Café ist ein geschützter Ort, wo die Frauen sich erholen und entspannen können. Wir bieten ihnen etwas Gesundes zu essen und zu trinken, Gespräche und praktische Hilfe, soweit das möglich ist.
  • Wir begegnen den Frauen auf Augenhöhe und helfen ihnen respektvoll dabei, ihr Selbstwertgefühl und ihre Integrität zurückzugewinnen.
  • Wir vermitteln Frauen an Drogenberatungsstellen, medizinische Einrichtungen, Notunterkünfte und Frauenhäuser.
  • Wir unterstützen Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen.
  • Wir kooperieren mit der zuständigen Polizei, wenn z. B. Verdacht auf Minderjährigkeit besteht.
  • Wir kooperieren mit anderen Organisationen und Netzwerken, die sich gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel in Deutschland und Europa einsetzen.

Prostitution in Deutschland

Es gibt keine zuverlässigen, statistischen Daten über die Anzahl von Menschen in der Prostitution in Deutschland. Man schätzt, dass es sich um einige Hunderttausend handelt. Der größte Teil von ihnen macht diese Arbeit nicht freiwillig. Armut ist der Hauptgrund, der die Frauen in die Prostitution drängt. Viele von ihnen stammen aus Osteuropa und wurden durch Täuschung oder falsche Versprechen nach Deutschland gelockt.
Seit 2002 ist Prostitution in Deutschland nicht mehr sittenwidrig und dadurch normal. Mit der Gesetzesänderung wollte man den Frauen helfen und ihre Rechte als selbstbestimmte Prostituierte stärken. Doch bereits 2007 zeigte eine vom Bund durchgeführte Studie, dass das Gesetz gescheitert ist und sich die Situation sogar verschlechtert hat. Das Anfang 2016 beschlossene Prostitutionsschutzgesetz will das Gewerbe wieder verstärkt regeln.

Menschenhandel

Das Geschäft mit der Ware Mensch ist äußerst lukrativ. Die Internationale Arbeiterorganisation geht von einem jährlichen Gewinn durch Menschenhandel von 31 Milliarden Dollar aus. In Europa sind 66% der Betroffenen in der Sexindustrie zu finden.
Die moderne Sklaverei und der Menschenhandel lassen sich kaum in eindeutigen Zahlen erfassen. Sklaverei ist heute weltweit illegal. Es stellt sich die Frage, wie man etwas erfassen will, von dem man nur weiß, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist, aber niemand weiß, wie hoch sie wirklich ist. Ein weiterer Grund für die sehr unterschiedlichen Zahlen, die man findet, ist, dass mit unterschiedlichen Begriffen und Definitionen gearbeitet wird.
Armut ist die wichtigste Ursache für moderne Sklaverei. Wer in seiner Heimat keine Zukunftsperspektive hat, ist oft bereit, für ein besseres Leben hohe Risiken einzugehen. Am stärksten betroffen sind dabei junge Menschen und vor allem Frauen, die sich oft in einer besonders verzweifelten Lage befinden. Diese Notlage nutzen die Menschenhändler aus. Sie machen Versprechen von einer besseren Zukunft, einem ehrbaren Job und Geld, das ausreicht, die Familie in der Heimat mitzuversorgen. Eine Form der Rekrutierung ist die sogenannte „Lover- Boy-Masche“. Dabei spielt ein Mann einer jungen Frau die große Liebe vor, lockt sie in die emotionale Abhängigkeit und zwingt sie am Ende in die Prostitution.
Die Risiken für die Menschenhändler sind dabei sehr gering, der Gewinn dafür sehr hoch. Die Globalisierung, der weltweite Tourismus, abnehmende Grenzkontrollen, das Armutsgefälle, Korruption, die Finanzierung von Bürgerkriegen und Terrorismus und sinkende Preise im Sexgewerbe sind nur einige der Faktoren, die dazu führen, dass der Handel mit der Ware Mensch zunimmt.

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